Nähen für die Kleinsten als Hobby für die junge Mutter

In der Schwangerschaft beginnen viele werdende Mütter, für ihren Nachwuchs individuelle Mode zu nähen. Kein Wunder, denn die Auswahl an niedlichen Stoffen für die Kleinen ist riesengroß! Stoffmärkte in der Region oder Onlineshops mit der entsprechenden Auswahl vergrößern zusätzlich den Wunsch, selbst kreativ zu werden. Dabei ist der Anfang gar nicht schwer. Hier gibt’s einige Tipps von mir für den Einstieg in die Näh-Leidenschaft.

Junge Mütter finden im Nähen häufig ein sinnvolles Hobby
Junge Mütter finden im Nähen häufig ein sinnvolles Hobby
© Hasan Anac / pixelio.de

Die richtige Nähmaschine

Um Jersey zu nähen, sollte bei der normalen Nähmaschine ein Zickzackstich zum Einsatz kommen. Er ermöglicht, dass die Nähte auch bei Bewegung dehnbar bleiben. Gerade bei kleinen Kindern ist dies wichtig, damit hier genügend Bewegungsfreiheit geboten ist. Auch das Umketteln der Kanten gelingt mit dem Zickzackstich sehr gut. Diese fransen dann nicht aus.

Das Nähen mit einer Overlockmaschine ist bei Jersey nicht unbedingt notwendig, verschönert das Ergebnis jedoch sehr.

Weiteres Nähzubehör

Um Schnittmuster zu erstellen, benötigt man auf jeden Fall eine gute Stoffschere, Schnittmusterpapier zum Übertragen der Schnitte in der gewünschten Größe und auch einen Stoffmarker. Alternativ kann man auch ein Stoffrädchen nehmen, damit wird direkt über das Schnittmuster gerollt und das darunter liegende Schnittmusterpapier wird direkt markiert. Dann schneidet man die Papierbögen in der markierten Größe aus und steckt diese mit Stecknadeln in der richtigen Ausrichtung (Muster und Fadenlauf beachten!) auf den Stoff.

Mit Schneiderkreide oder Kreiderädern wird das Schnittmuster auf den Stoff übertragen. Hier muss man zum Schnittmuster ein wenig Nahtzugabe (ca. 1 cm) dazuzeichnen, damit das Nähstück nachher durch das Vernähen der einzelnen Teile miteinander nicht zu klein wird. Die einzelnen Teile schneidet man dann aus und kann mit dem Nähen beginnen!

Kostenlose Schnittmuster online finden

Schnell genäht sind beispielsweise Babymützen und auch Babyhosen. Auf der Seite klimperklein.com stehen einige schöne kostenlose Schnittmuster zum Download bereit. Ansonsten musst du einfach mal nach Freebies googlen 🙂

Hat man ein wenig Näherfahrung gesammelt, können Shirts und auch Strampler genäht werden. Im Stoffladen oder auch auf den regionalen Stoffmärkten kann man sich hier richtig austoben und für besonders individuelle Stücke beispielsweise andere Stoffmuster für Ärmel und Bauchpartie wählen.

Kreativ sein beim Nähen

Du möchtest deine selbst genähten Kleidungsstücke und Accessoires noch weiter individualisieren? Dann kommen hier einige Ideen für das Aufpeppen deiner Nähprojekte:

  • Paspeln: Hier kann man einerseits normales Jersey nehmen und dieses einfach um die Ränder der Stoffausschnitte nähen oder man nicht Paspelbänder z.B. mit Bommeln.
  • Knöpfe: Von Tierköpfen über Blumen – Knöpfe sind wirklich in allen erdenklichen Formen und Farben zu bekommen. Stöbere hier mal nach Kinderknöpfen.
  • Säume: Breit oder Schmal, bunt oder unifarben. Säume setzen sich perfekt vom Rest der Kleidung ab und werden in Kontrastfarben auch schnell zum Hingucker.
  • Taschen: Ob nur zur Deko oder für praktische Zwecke -Taschen sind immer wieder ein schönes Detail.
  • Innenfutter: Wenn man beim Ärmel oder einer Hose krempeln möchte, wird das Innenfutter sichbar. Hier kann man herrliche Kontraste erzeugen. Geübtere NäherInnen machen aus einem Teil durch ein besonderes Innenfutter z.B. Wendeshirts oder Wendejacken.

Ich muss zugeben: Ganz ohne eine kleine Nähanleitung geht es zu Beginn nicht. Es ist hilfreich, sich für die ersten Projekte einige Youtube-Videos anzusehen. Hier kann man viele tolle Tipps lernen!

Allein der Umgang mit einer Nähmaschine kann ganz schön nervenaufreibend sein, beispielsweise wenn man ständig Fadensalat hat und nicht weiß, woran es liegt. In diesem Video wird gut erklärt, wie das Einfädeln des Fadens in der Nähmaschine funktioniert:

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Nähen!